Einkommensteuer | Anwendung des Teileink√ľnfteverfahrens (OFD)

Die OFD Frankfurt/M. hat erg√§nzend zum BMF-Schreiben v. 23.10.2013 zur Anwendung des Teileink√ľnfteverfahrens in der steuerlichen Gewinnermittlung Stellung genommen (OFD Frankfurt/M. v. 19.12.2017 - S 2128 A - 7 - St 213).

In ihrem Erlass f√ľhrt die OFD erg√§nzend zum BMF-Schreiben Folgendes aus:

  • Bei der Beurteilung der Frage, ob eine Kapitalbeteiligung einnahmelos ist (s. Rz 19), sind Einnahmen aus der Zeit des Anrechnungsverfahrens au√üer Acht zu lassen. Der BFH hat seine diesbez√ľgliche Entscheidung v. 06.04.2011 ‚Äď BStBl 2011 II, 814 ‚Äď damit begr√ľndet, dass ein Systembruch zwischen Anrechnungsverfahren einerseits und Halb-/Teileink√ľnfteverfahren andererseits bestehe, und jeglicher Kombination zwischen beiden Verfahren eine Absage erteilt.
  • Das Urteil ist zwar zu Eink√ľnften nach ¬ß 17 EStG ergangen, die Begr√ľndung trifft jedoch bei allen Einkunftsarten zu, so dass die Rechtsfolgen auch bei im Betriebsverm√∂gen gehaltenen Beteiligungen eintreten.
  • F√ľr Wirtschaftsjahre, die nach dem 31.12.2014 beginnen, ist die gesetzliche Neuregelung des ¬ß 3c Abs. 2 S√§tze 2-6 EStG zu beachten. Nach ¬ß 3c Abs. 2 Satz 2 EStG sind Betriebsverm√∂gensminderungen oder Betriebsausgaben im Zusammenhang mit einer Darlehensforderung oder der Inanspruchnahme aus einer hierf√ľr gegebenen Sicherheit bei einem Steuerpflichtigen, der zu mehr als einem Viertel unmittelbar oder mittelbar am Grund- oder Stammkapital der K√∂rperschaft, der das Darlehen gew√§hrt wurde, beteiligt ist, nur zu 60 % abzugsf√§hig.
  • Damit wird ab diesem Zeitpunkt abweichend von dem vorstehenden BMF-Schreiben vom 23.10.2013 auch die Substanz entsprechender Darlehen vom Abzugsverbot des ¬ß 3c Abs. 2 EStG erfasst. Zudem wird durch ¬ß 3c Abs. 2 Satz 3 EStG die Nachweispflicht f√ľr die Fremd√ľblichkeit dem Steuerpflichtigen auferlegt.

Hauptbezug: OFD Frankfurt/M. v. 19.12.2017 - S 2128 A - 7 - St 213, NWB DokID: BAAAG-69515

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