Einkommensteuer Vergabe lĂŒckenlos fortlaufender Rechnungsnummern (FG)

Verwendet ein Unternehmer keine lĂŒckenlos fortlaufenden Rechnungsnummern, so berechtigt dies allein nicht das FA zur Erhöhung des Gewinns durch SchĂ€tzung eines "Un"-Sicherheitszuschlags (FG Köln, Urteil v. 07.12.2017 - 15 K 1122/16; Revision zugelassen).

Sachverhalt: Der KlĂ€ger ermittelte seinen Gewinn durch EÜR. Er verwendete auf seinen elektronischen Rechnungen ausschließlich Buchungsnummern, die computergesteuert durch eine Kombination aus Veranstaltungsnummer, Geburtsdatum des Kunden und Rechnungsdatum erzeugt wurden. Damit wurde jede Buchungsnummer zwar nur einmalig vergeben, diese bauten aber nicht numerisch aufeinander auf. Nach Meinung des FA lag hierin ein schwerwiegender Mangel der BuchfĂŒhrung des KlĂ€gers, der eine Gewinnerhöhung durch einen "Un"-Sicherheitszuschlag rechtfertige.

Das FG Köln fĂŒhrte hierzu u.a. aus:

  • Verwendet ein Unternehmer keine lĂŒckenlos fortlaufenden Rechnungsnummern, so berechtigt dies alleine nicht das FA zur Erhöhung des Gewinns durch SchĂ€tzung eines "Un"-Sicherheitszuschlags.
  • Denn es besteht weder eine gesetzliche noch eine aus der Rechtsprechung herleitbare Pflicht zur Vergabe einer Rechnungsnummer nach einem bestimmten lĂŒckenlosen numerischen System.

Hauptbezug: FG Köln, Urteil v. 07.12.2017 - 15 K 1122/16, NWB DokID: DAAAG-71593

Quelle: FG Köln, Pressemitteilung v. 15.01.2018 (Ls)

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