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Teil 1: Meister aller (Steuer-)Klassen - Maximilians Weg zum TaxMaster

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Unser dritter TaxMaster Blogger im Bunde ist Maximilian. In seinem ersten Beitrag schreibt er über seinen äußerst spannenden Werdegang und die Entscheidung den TaxMaster in Angriff zu nehmen.

Hey ihr Lieben,

gerade sitze ich auf dem Beifahrersitz, auf der Rückfahrt eines entspannten Wochenendes in Holland am Meer. Das muss auch mal sein, denn mittlerweile befinde ich mich mitten im TaxMaster. Ich blicke zwar schon auf die ersten erfolgreich absolvierten Klausuren zurück, aber auch die nächsten Prüfungsleistungen lassen nicht lange auf sich warten. Dazu später mehr.

Mein beruflicher Werdegang war nicht durch und durch von der Steuerwelt geprägt, aber mein erstes Einkommen aus einer nichtselbstständigen Tätigkeit war für mich der Türöffner in die interessanten Sphären der Steuerwelt:

Während des Einstieges meiner Karriere bei der Bundeswehr hätte die Steuerwelt nicht weiter entfernt sein können – dachte ich. Nach dem ersten abgeschlossenen Kalenderjahr bei der Bundeswehr in der Infanterie widmete ich mich meiner ersten Steuererklärung und augenscheinlich unüberwindbaren steuerlichen Fragestellungen in einem Tenor der teilweise selbst im Duden nicht weiter definiert war. Begrifflichkeiten wie die „doppelte Haushaltsführung“ oder „Verpflegungsmehraufwendungen“ prägten mein Gefecht mit der ersten Steuererklärung.

Eine Steuererstattung für das Kalenderjahr 2011 war zwar spannend, brachte mich aber zunächst nicht von der Karriere bei der Bundeswehr ab. Nachdem ich das Thema „Steuererklärung 2011“ erfolgreich abgeschlossen hatte, nahten nicht nur neue Besonderheiten bei der Bundeswehrkarriere durch einen Auslandseinsatz in Afghanistan, sondern auch neue Themen wie „Berufsbekleidung“ und „Reisekosten bei Auswärtstätigkeiten“. Diese forderten mich bei der nächsten Steuererklärung heraus. Das Thema war bei dem Großteil der Kameraden zwar nicht das beliebteste, jedoch motivierte es mich den steuerlichen Herausforderungen, denen sich selbst Soldaten im Rahmen ihrer Steuererklärung widmen mussten, gerecht zu werden.

In den folgenden Jahren eignete ich mir immer mehr laienhaftes Spezialwissen im Steuerrecht an. Die Versetzung zu einem NATO Dienstposten im Personalmanagement in den Niederlanden Mitte 2014 brachte mein angereiftes Wissen über Steuern noch einmal gänzlich durcheinander. Obwohl ich ausschließlich in den Niederlanden gelebt und gearbeitet habe, war ich unbeschränkt steuerpflichtig in Deutschland, sodass ich trotzdem alle Werbungskosten in Deutschland abziehen konnte. Außerdem hatte ich das Privileg keine Umsatzsteuer mehr zahlen zu müssen. Sonderregelungen im Steuerrecht haben zu dieser angenehmen Besonderheit geführt. Gleichwohl war das Interesse ein professioneller Steuerexperte zu werden geboren.

Neben meinem Dienst absolvierte ich innerhalb von 2 Jahren die allgemeine Hochschulreife in einer Abendschule. Alle Voraussetzungen für ein Studium im Steuerecht waren nun gegeben, wenn da nicht die Verpflichtungszeit bei der NATO gewesen wäre. Im Anschluss des Abiturs habe ich neben der Beschäftigung bei der NATO das Studium Bachelor of Art in Steuern und Wirtschaftsprüfung an der Hochschule Niederrhein in Mönchengladbach im Oktober 2016 begonnen. Ein Arbeitgeberwechsel zu KPMG in den Bereich Public Sector Consulting als Werkstudent im August 2017 und in Corporate Tax Services ab August 2018 ermöglichte mir schnell die Möglichkeit, das theoretisch Gelernte auch im beruflichen Alltag wieder zu erkennen, sodass ich mein Studium bereits nach 5 Semestern abschließen konnte. Schon im Verlauf des Bachelors war mir klar, dass ich die Qual der Wahl der besten Entwicklungsoptionen für mein nun festgesetztes Berufsziel als Steuerberater und anschließenden Wirtschaftsprüfer wählen musste. Im Austausch mit meinen Vorgesetzen habe ich meine beruflichen Pläne konkretisiert und den besten und sichersten Weg zu meinen langfristigen Zielen festgelegt.

Nachdem für mich der zeitliche Aspekt eine wichtige Rolle spielte, wurde auch die Relevanz der Absicherung des korrekten Weges durch einen kontinuierlichen Karriereplan immer wichtiger. Aus strategischen Gründen habe ich mich wohl für die sinnvollste Variante entschieden und bei der Steuer-Fachschule Dr. Endriss in Kooperation mit der Hochschule Aalen den TaxMaster als Master of Arts in Taxation begonnen. Die flexiblen Studienvarianten ermöglichen mir gleichzeitig den Festeinstieg bei KPMG seit April im Audit in Corporate Governance Services, wobei ich mich hauptsächlich auf (Tax) Compliance Management Systeme konzentriere. Die hervorragende Vereinbarkeit aus Beruf und berufsbegleitenden Studium ermöglicht mir sowohl berufspraktisch als auch theoretisch ausgezeichnet auf das Steuerberaterexamen 2021 vorbereitet zu sein.

Seit 8 Monaten befinde ich mich nun im TaxMaster. Hauptsächlich lerne ich abends und sobald es auf die Prüfungen zugeht auch an Wochenenden. Die Module im TaxMaster sind nacheinander angeordnet. Somit gibt es gerade nach einer geschriebenen Klausur oder absolvierten Prüfung auch erstmal eine kleine Ruhephase, sodass ich mit neuer Energie in die nächste Lernphase starten kann. Mich motiviert hierbei vor allem das langfristige Ziel das Berufsexamen zu erreichen, aber auch die Meilensteine in Form von bestandenen einzelnen Modulen treiben mich an. Bereits aus dem ersten Modul hat sich eine Whats-App Gruppe gebildet, in der alle aktuellen Informationen rund ums Studium und das StB-Examen geteilt werden.

Im Studienalltag ist man grundsätzlich mit Kommilitonen zusammen, die alle das gleiche Ziel verfolgen. Auch die Kommilitonen haben die unterschiedlichsten spannenden Backgrounds und Lebensgeschichten sowie Erfahrungen, sodass es mir eine große Freude bereitet mit ihnen gemeinsam an einem Strang zu ziehen. Auch im Austausch über die Studienauswahl im Abgleich mit anderen Lehrgangsanbietern war unter uns als Teilnehmer einstimmig, vor allem auch der Fokus auf das Gesamtpaket der treibende Faktor für die Wahl der Steuer-Fachschule Dr. Endriss. Für mich ist die terminliche Planung ausgesprochen wichtig, sodass ich mich bereits aus diversen Veranstaltungsstandorten bundesweit bedienen konnte und das Studium immer in Einklang mit meinem beruflichen und privaten Kalender bringen konnte. Hierdurch habe ich nun auch die Standorte und interessanten Kommilitonen in Düsseldorf, Köln und Frankfurt kennengelernt.

Auf meinen Tisch liegt nun auch noch eine Seminararbeit über die US-Steuerreform wobei ich insbesondere auf die FDII und den § 4j EStG eingehen werde. Die Seminararbeit ist ein Modul, dass ich zurzeit mit einem Kommilitonen aus Frankfurt gemeinsam in Zusammenarbeit durchführe. Da wir unsere gemeinsame Deadline auf den kommenden Mittwoch gelegt haben und heute noch ein „Austausch-Call“ stattfindet, muss ich hier nun noch etwas Gas geben. Der Kommilitone arbeitet aktuell an einer Fragestellung bezüglich der Ausdehnung des §8b KStG auf Veräußerungsgewinne aus Streubesitz. Die Seminararbeiten wollen wir Ende des Monats abgeben und Mitte nächsten Monates im Rahmen einer Präsentation vorstellen.

Also dann – ein paar offene Punkte gibt es in meiner Seminararbeit noch und die Autofahrt dauert nur noch eine halbe Stunde. Ich berichte beim nächsten Mal, wie es gelaufen ist und was sonst noch als nächstes ansteht.

Max

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