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Teil 26 Meister aller (Steuer-)Klassen - Theresas Weg zum TaxMaster

Veröffentlicht am von Theresa

Teil 26 - "Erfahrungen eines Steuerberater-Prüflings" Schriftliche Prüfung - Haken dran! Es ist durchgestanden! Lest hier, wie Theresa die schriftliche Prüfung zur Steuerberaterin erlebt hat.

We made it!

Endlich, endlich, endlich ist es vorbei! Anfang des Monats habe ich zum zweiten (und letzten) Mal das Steuerberaterexamen geschrieben und schwebe, ohne zu übertreiben, seitdem ich es hinter mir habe auf Wolke sieben. Die Freistellung, die Klausurenkurse und auch die Examenstage selbst haben sich für mich gezogen wie Kaugummi – ihr habt meine Stimmungstiefs ja selbst miterlebt durch meine Zeilen in diesem Blog. Ab einem bestimmten Punkt war es mir tatsächlich relativ egal ob ich jetzt bestehe oder nicht, ich wollte einfach nur noch, dass es vorbei ist. Ich weiß nicht, ob es daran lag, dass es die zweite Runde war (wie zur Hölle machen Leute das dreimal???) oder daran, dass beide Versuche während einer globalen Pandemie stattfanden und das Leben ohnehin schon deprimierend genug war. Aber ich habe wirklich das Gefühl, einmal durch die Hölle und wieder zurück gegangen zu sein.

Wie schon angedeutet, werde ich egal was im Dezember herauskommt, das Ding nicht nochmal schreiben. Wenn es nicht sein soll, dann soll es eben nicht sein. Ich habe tatsächlich überhaupt kein Gefühl dafür, was das Resultat der Prüfung bei mir sein könnte. Ich weiß, dass ich mein Bestes gegeben habe und dass ich einmal wieder nicht fertig wurde – but that´s it. Ich muss zugeben, dass es einen spürbaren Unterschied zum Vorjahr gab. Ich war fachlich und auch bezüglich meiner Klausurtechnik definitiv fortgeschrittener und zumindest das kann ich als Erfolg verbuchen. Ich habe am Anfang jeder Klausur alle Aufgaben einmal kurz überflogen und – ganz im Gegensatz zu letztem Jahr – nicht eine einzige Aufgabe entdeckt, bei der ich überhaupt keine Ahnung hatte wie ich ansetzten soll oder was der Klausursteller von mir wollte. Ich wusste immer, dass ich die Aufgabe entweder ganz lösen oder zumindest etwas zu Papier bringen konnte und darauf war ich erstmal ein bisschen stolz. Tatsächlich hatte ich das Gefühl, dass gerade die Ertrag- und Bilanzklausuren fairer waren als 2020. Ob das nun an meinem Lernfortschritt lag oder die Klausurersteller aus der Durchfallquote im letzten Jahr gelernt hatten, kann ich nicht sagen. Allerdings hatte ich dann mein altbekanntes Problem mit der Zeit: Die rannte förmlich so dahin und am Ende musste ich abgeben ohne Aufgaben (von denen ich wusste, dass ich sie konnte!) bearbeitet zu haben. Das war zum Haare raufen! Hätte ich allerdings noch schneller geschrieben, wären mir Flüchtigkeitsfehler unterlaufen und das sollte natürlich auch nicht sein.

Nun ja, das Fazit ist also: Besser als letztes Jahr war es allemal, aber dass ich bestanden hätte, könnte ich auch nicht mit Sicherheit sagen.

Ich habe es tunlichst unterlassen, mich mit irgendjemandem inhaltlich über das Examen zu unterhalten oder sogar in irgendwelchen Foren zu recherchieren oder zu diskutieren. Wie ihr wisst, bin ich am Morgen nach dem letzten Klausurtag auch erst einmal in Urlaub geflogen, was wirklich die beste Entscheidung meines Lebens war. Ich war innerhalb kürzester Zeit mental so weit weg von dem ganzen Stress der letzten Monate und konnte einmal richtig durchatmen! Ich hatte vor lauter Schnorcheln, gutem Essen und Shoppen überhaupt keine Zeit über Steuerrecht nachzudenken und das hat unglaublich gutgetan. Ich kam zurück und alles hat sich schon so weit weg angefühlt, dass ich kaum noch an die Prüfung oder die Ergebnisse im Dezember denke. Ich darf einfach einmal die kleinen Dinge im Leben genießen: Am Wochenende ausschlafen und sich an Aktivitäten beteiligen, die nicht am Schreibtisch stattfinden. Ich darf Sport treiben, soviel ich möchte und ein Buch lesen, dass nichts mit Steuern zu tun hat! Dolce Vita par Excellence!

Tatsächlich kommt mir auch die Arbeit, in die ich nun wieder eingestiegen bin, im Vergleich zu den letzten Wochen des Lernens vor dem Examen vor wie ein Spaziergang durch Garten Eden. Mit Vergnügen würde ich 70 Stunden die Woche ackern, wenn ich nur nicht noch eine einzige Klausurbesprechung durchstehen muss!

Ihr merkt es schon – ich bin wieder back und freue mich darauf, euch in den kommenden Monaten weiter über spannende Steuerthemen und meinen Werdegang mit ihnen auf dem Laufenden zu halten.

Bis dahin, ciao!

Theresa

 

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